Praxis Dr. med. Michael Matuschin
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Autovaccine

Information zu Autovaccine                                                                                    

(auto =selbst, vaccinieren = Impfen)

 

Was sind Autovaccine?

Autovaccine sind aus Mikroben hergestellte Individualtherapeutika mit nachgewiesener immunologisch aufbauender Wirkung.

 

Zur Herstellung werden nur patienteneigene Bakterien verwandt, womit keine anaphylaktischen Wirkungen hervorgerufen werden können, da die Erreger dem Im­munsystem bekannt sind. Die Bakterien werden hierzu angezüchtet, sodann durch ein spezielles Verfahren attenuiert und inaktiviert, so dass keine vermehrungsfähigen Keime mehr vorhanden sind.

 

Autovaccine werden schon seit dem 19 Jahrhundert eingesetzt. Sie hatten wohl vor allem in den 20iger Jahren eine weite Verbreitung gefunden, wurden aber dann  durch die aufkommenden Antibiotika zurück- bzw. weitgehend verdrängt.

 

Wie wirken  Autovaccine?

Autovaccine stimulieren das spezifische, T-Zell-basierte Immunsystem, wie neuere Erkenntnisse der Neuroimmunologie belegen. Wichtig ist hierbei die Form der Appli­kation, das heißt, wie bietet man dem Immunsystem die entsprechende Substanz (Vaccine) an, damit eine Aktivierung ausgelöst wird.

 

Hierzu werden und wurden Verreibung auf der Haut, die orale (über den Mund) Zufuhr und die Quaddelung (Spritzung unter die Haut) durchgeführt. Die sicher effek­tivste Form ist die Quaddelung, da hier der Kontakt des Abwehrsystems mit den   

Bakterien, ohne Veränderung dieser durch vorgeschaltete Prozesse (Verdauung, spezielle Aufnahmemechanismen der Haut und Schleimhaut) erfolgt. Letzteres erscheint besonders wichtig, da die Bakterienhülle Substanzen enthält, durch die das Immunsystem regelhaft aktiviert wird.

 

Diese Substanzen werden als Lipopolysaccharide (LPS) bezeichnet und bestehen aus aneinandergereihten Zuckermolekülen (Stärke) und einem Fettanteil, der häufig sehr spezifisch für das Bakterium ist. Diese Lipopolysaccharide werden wegen ihrer Wirkung auch als Pyrogene, also Fiebererzeuger, bezeichnet, da durch isolierte, chemisch definierte LPS, Fieber ausgelöst werden konnte.

 

Effektiv ist die Quaddelung aber vor allem deshalb, weil durch die Einbringung der Bakterien unter die Haut, wie schon oben erwähnt, vor allem das spezifische T-Zell-basierte Immunsystem angesprochen wird. Dies ist durch die embryologischen Erkenntnisse zu begründen, die belegen, daß die Haut und das Nervensystem aus dem selben Keimblatt hervorgehen und damit als „Sinnesorgane“ mit der Bearbei­tung, Erfassung der Umgebungsbedingungen bzw. ihren Stoffen und deren infor­mellen Auswertung befasst sind. Das Immunsystem ist hierbei nach neuroimmunolo­gischen Erkenntnissen der Vermittler zwischen Haut und Zentralnervensystem (ZNS, Gehirn) und benutzt hierfür dieselben Signal- und Botenstoffe zur Übermittlung der Botschaften ins ZNS, wie sie im ZNS selbst als Boten- und Signalstoffe benutzt werden.

 

 

 Ist die Anwendung von Autovaccine mit Risiken verbunden?

Nach den bisher vorliegenden Daten ergeben sich keine Hinweise auf unerwünschte Nebenwirkungen, die mit gesundheitlichen Risiken gleichzusetzen wären. Wohl können „erwünschte“ Immunreaktionen auftreten, die mit Mißempfindungen verbunden sind und sich in vorübergehendem grippigem Gefühl, Müdigkeit, z. Teil sehr ausgeprägt, äußern können. Zudem kommen je nach Erreger lokale Reaktionen zum tragen, wie brennen an der Applikationsstelle, ausstrahlende Schmerzen in den Arm (bei Applikation am Oberarm). Diese Reaktionen sind alle kurz und vergehen in der Regel innerhalb von Minuten oder innerhalb eines Tages.

 

Wann ist die Anwendung von Autovaccinen sinnvoll?

Autovaccine können bei allen chronisch entzündlichen, bakteriellen Infekten der Haut und Anhangsgebilde sowie der Harnwege, des Nasen- Rachenraumes und Neben­höhlen mit gutem Erfolg eingesetzt werden. Daneben ergeben sich wegen der potenten immunmodulatorischen Wirkung auch andere therapeutische Ansätze z.B. bei Autoimmunerkrankungen oder Begleitsymptomen anderer Erkrankungen, womit eine andere Therapien unterstützende Funktion feststellbar ist.

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